Die Hardt ist ein landwirtschaftlich geprägtes Gebiet zwischen den Ortsteilen Meerbusch-Osterrath und Willich im niederrheinischen Grün gelegen, welches auf die mittelalterliche Honschaft Willich-Hardt zurückgeht. Heute sind die Städte Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach schnell erreichbar.
Wir Hardter begreifen uns aber bei Weitem nicht nur als eine Schlafstädte zwischen den Ballungszentren, sondern schätzen an der Hardt die gute Nachbarschaft und das aktive Miteinander über Altersgrenzen hinweg.
Im Jahr 2020 gründeten wir unseren Bürgerverein Willich-Hardt e.V.. Inzwischen engagieren wir uns mit fast 100 aktiven Mitgliedern noch mehr für unsere Gemeinschaft und ein nachbarschaftliches Miteinander und das über alle Altersgrenzen hinweg.
Du hast Lust, mitzumachen? Dann komme doch gerne auf uns zu oder nutze den Button hier auf dieser Seite. Wir freuen uns auf Dich und Deine Ideen oder einfach nur, das "Uns" mit "Dir" zu verstärken!
Wie alles begann
"Mein Opa, geboren im Jahr 1911 ...
hat uns schon vom Hardter St. Martinszug erzählt. Damals fand der Martinsball im Saal der Gaststätte Hannen (Hardt 1a) statt. Als Höhepunkt jedes Martinsfestes verteilte auch seinerzeit schon Sankt Martin die Tüten an die aufgeregten Kinder."
Der Saal ist dann leider in den 70ern abgerissen worden und das Fest wechselte in Tolls' Garagen und u.a. auf die Höfe von Baumeister, Heesen und Hegger. Einer der damaligen Grandseigneurs des Hardter St. Martins war der Lehrer Rollhofen, der in der Hardter Volksschule noch die 1.- 4. Klasse unterrichtete - und zwar alle Klassen gleichzeitig! Auf 3 Kreidetafeln in allen Himmelsrichtungen des einzigen Klassenraums. Mit dem Pauker wurde die Riege aber immer älter und alles setzte ein bischen Staub an - drohte zum Schluß sogar mit nur noch wenigen Dutzend Teilnehmern einzuschlafen.
Zum Glück übernahm dann mit Inge Kindermann in den 90ern die junge Schülergeneration die Martinskutte und belebte das St. Martinsfest mit vielen frischen Ideen. Verstärkt mit Nici Tolls, Irmi Aretz, Renate Buchenhauer und später auch dem 'Hardter-Treff' holte sie das Fest auf den Hof der Familie Tolls zurück, wo es auch heute noch stattfindet. Das Schulgebäude steht heute übrigens immer noch, direkt neben dem Kriegerdenkmal der im Ersten Weltkrieg gefallenen Hardter Bürger.
2005 wurde es dann richtig groß und professionell, als anlässlich des 100-jährigen Jubiläums zum ersten Mal ein DJ zum Martinsball anheizte. Der Hintergedanke, dass sich die Gesellschaft nach dem Martinsumzug nicht direkt auflöste und die Kinder länger bleiben konnten, ging voll auf. Die Party ist bis heute weit über die Stadtgrenzen hinaus legendär.
Nach wie vor sind viele Hardter Familien an der Organisation des jährlich stattfindenden Festes beteiligt. So verwahrt Familie Heyes bis heute das über 100 Jahre alte St. Martinskostüm. Und viele besuchen in der Martinszeit ihre etwas betagteren Nachbarn, teils auch in den Pflegeheimen und Zuhause, haben Zeit für einen Schnack und bringen eine Martinstüte vorbei. Die Zusammensetzung des St.-Martinskommitees ändert sich natürlich auch. Einige der Nachbarn, die wir aber stellvertretend für alle für ihr Engagement würdigen wollen, sind Johannes Hausmann, Willy Platen, Franz Josef Hegger und Heinz Johnen. Heute sind es Alexandra Aretz, Conny Baumeister, Anja Heyes, Lena Tolls und Sarah Heckmann, die sich fleißig vor und hinter den Kulissen des Hardter St. Martinsfestes engagieren.
Da könnte man ein Buch drüber schreiben, oder? Stimmt! Und das gibt es sogar schon. Schau doch einfach mal hier.